Selbst wenn Wände wandern, dürfen Ankerpunkte bleiben: Leuchtstreifen am Boden, kontrastreiche Türzargen, konsistente Piktogramme und tastbare Handläufe. In einer Bibliothek halfen modulare Leitsysteme blinden und sehenden Menschen gleichermaßen, nach einer großen Umstellung ohne Umwege ans Ziel zu kommen. Definieren Sie unverrückbare Orientierungslinien, aktualisieren Sie Gebäudepläne barrierefrei und testen Sie Wege mit unterschiedlichen Nutzergruppen. So wird Veränderung lesbar, freundlich und verlässlich – jeden Tag aufs Neue.
Arbeitsflächen, Klingeln, Kartenleser und Bedienelemente müssen in jeder Konfiguration erreichbar bleiben. Orientieren Sie sich an DIN 18040, prüfen Sie Greifräume mit Schablonen und dokumentieren Sie Checkpunkte. Markieren Sie Kontraste an Stufenkanten, Möbelecken und Glaskanten. In einem Lernlabor wanderten Whiteboards auf höhenverstellbare Stelen, damit Erreichbarkeit unabhängig vom Layout blieb. Standardisierte Montagepunkte verhindern, dass Improvisation Barrieren baut, und geben Teams klare, überprüfbare Leitlinien für schnelle Umbauten.
Wer Räume verschiebt, verschiebt auch Schall und Licht. Mobile Absorber, Vorhänge und Deckensegel stabilisieren Nachhallzeiten, während blendfreie, dimmbare Leuchten Stimmungen tragen. Prüfen Sie Zonen für Gespräche und Konzentration, vermeiden Sie Flimmern und sichern Sie gleichmäßige Ausleuchtung. Ein Innovationszentrum reduzierte Beschwerden, indem es Akustikmodule mit farbigen Codierungen an Funktionszonen koppelte. Messen, anpassen, dokumentieren – und Erkenntnisse teilen. So bleibt Komfort spürbar, selbst wenn Grundrisse sich im Wochenrhythmus ändern.
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